Vor gut einem Jahr hat die FDP Arlesheim eine Arbeitsgruppe „Standortpolitik“ ins Leben gerufen. „Wir sind entschieden der Meinung, dass die Standortpolitik nicht nur eine regionale beziehungsweise eine kantonale Angelegenheit sein kann, denn am Schluss werden die Firmen in einer Gemeinde angesiedelt“, sagt FDP-Präsidentin und Leiterin der Arbeitsgruppe Monica Messmer. Handlungsbedarf sah die FDP, als bekannt wurde, dass Würth seinen Hauptsitz nach Rorschach verlegt hat. „Wir mussten uns fragen, was Rorschach besser macht als wir“.
Inzwischen sind die Grundlagen erarbeitet worden, welche in der künftigen politischen Diskussion in diesem Themenbereich klare Positionsbezüge erlauben werden. Neben sachpolitischen Aussagen wurde in einem Arbeitspapier auch eine organisatorische Forderung festgehalten: „Wir sind der Meinung, dass auf Gemeinderatsebene ein Ressort „Standortpolitik“ geschaffen werden muss, und dass dieses Dossier beim Gemeindepräsidenten liegen soll.“ Denn die Wahl eines geeigneten Standorts sei auch auf Firmenseite immer Chefsache.
In ihrer Vernehmlassung zu den Massnahmen 2010-2013 des Leitbildes hat die FDP-Arbeitsgruppe zu Handen des Gemeinderates empfohlen, die Standortvorteile Arlesheims besser zu kommunizieren, auch im Internet. Wichtig sei auch, Sorge zu den Standortvorteilen wie tiefer Steuerfuss, gute Verkehrserschliessung und hohe Lebensqualität zu tragen. „Standortpolitik ist zudem nicht nur Ansiedelung neuer Unternehmen, sondern auch eine bewusste Bestandspflege“.